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Wahlen in Taiwan: China und die USA fiebern mit

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Wahlen in Taiwan: China und die USA fiebern mit

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In Taiwan haben die Präsidenten- und Parlamentswahlen begonnen. Mit ihrer Stimme beeinflussen die rund 18 Millionen Wahlberechtigte auch das künftige Verhältnis zu China.

Als Pekings Wunschkandidat gilt Amtsinhaber Ma Ying-jeou. Der 61-Jährige vertritt in Bezug auf China das Programm der “drei Neins”: keine Unabhängigkeitserklärung, keine Wiedervereinigung und keine Gewalt. Kurz, Erhaltung des Status Quo, was sich auch die Mehrheit der Taiwaner wünschen.

Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seiner Herausforderin Tsai Ing-wen von der Fortschrittspartei voraus. Sie strebt mehr Eigenständigkeit an. Ihre Partei hat Wurzeln in der Unabhängigkeitsbewegung.

Ein Sieg der Oppositionskandidatin Tsai Ing-wen könnte Irritationen mit China auslösen. Taiwan gilt in der Region als Konfliktherd.

Neben China verfolgen auch Japan und die USA mit Spannung die Wahlen. Die Taiwaner indes sind vor allem an einem wirtschaftlichen Aufschwung interessiert.