Eilmeldung

Eilmeldung

Standard & Poor's nimmt auch Euro-Rettungsfonds ein "A" weg

Sie lesen gerade:

Standard & Poor's nimmt auch Euro-Rettungsfonds ein "A" weg

Schriftgrösse Aa Aa

Nach neun Eurostaaten hat die Ratingagentur Standard and Poor’s auch dem EU-Rettungsfonds EFSF eine schlechtere Note verpasst. Statt mit AAA wird der Fonds jetzt nur noch mit AA+ bewertet, so S&P. Die Kapazität von 440 Milliarden Euro sei dadurch nicht in Gefahr, hieß es beim Fonds.
 
Bislang ist geplant, dass der neue Euro-Rettungsschirm ESM bis Juli den EFSF
ablöst. 
 
 
Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank:
 
“Jetzt ist es wichtig, dass die Verpflichtungen der Staats-und Regierungschefs unverzüglich und vollständig umgesetzt werden. Besonders, was Rettungsfonds EFSF und Rettungsschirm ESM angeht, aber nicht nur.”
 
Die Ratingagenturen selbst hält Draghi für überbewertet: “Wir sollten lernen, entweder ohne sie auszukommen, sagte er - und wenn mit ihnen, dann mit einer weit geringeren Bedeutung als heute”.
 
Der Rettungsfonds selbst hat kein eigenes Kapital. Alles, was er an Krisenländer überweist, muss er sich vorher selbst am Finanzmarkt leihen. Wieviel Zinsen dabei anfallen, hängt auch vom Rating ab. Deshalb könnte die Euro-Rettung nun teurer werden. Experten rechnen mit rund 30 Millionen Euro pro Jahr – die Einbußen bei der erschwerten Hebelwirkung allerdings noch nicht gerechnet.
 
 
mit Reuters