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Airbus fliegt Boeing davon

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Airbus fliegt Boeing davon

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Nach dem erfolgreichsten Jahr seiner Unternehmensgeschichte plant der europäische Flugzeugbauer Airbus rund 4000 Neueinstellungen. Das teilte die Konzernspitze auf ihrer Neujahrspressekonferenz in Hamburg mit.

Gefragt sind bei Airbus nun vor allem Techniker und Ingenieure. Sie sollen mithelfen, den gewaltigen Auftragsbestand von viereinhalbtausend Maschinen zu bewältigen. Dadurch ist die Produktion auf die nächsten acht Jahre gesichert.

2011 gingen bei Airbus unterm Strich mehr als 1400 Bestellungen ein – ein absoluter Rekord. Damit wurde der US-Dauerrivale Boeing mit nur 805 Ordern auf Platz zwei distanziert.

Airbus-Chef Thomas Enders zeigte sich gegenüber Euronews zufrieden. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg habe die neue Generation des Klassikers A320. Diese verbrauche deutlich weniger Flugbenzin und mache sie deswegen bei den Airlines attraktiv.

Zudem wurden 534 Maschinen ausgeliefert – so viele wie noch nie zuvor. Im neuen Jahr dürfte der Aufwind etwas nachlassen, gerechnet werde aber immer noch mit einem Anstieg auf 600 bis 650 Flugzeuge. Der Grund: die anhaltend große Nachfrage.

Früher habe sich das Fluggeschäft praktisch nur in Nordamerika, Europa und Südostasien abgespielt, so Enders. Inzwischen hätten aber die Schwellenländer aufgeholt. Hier stehe die Flugzeugindustrie vor einem gewaltigen Potential von fünf Milliarden Menschen. “Und dies rechtfertigt den Optimismus der Branche.”

Enders äußerte sich auch zu Medienberichten, seine Berufung an die Spitze des Mutterkonzerns EADS im Laufe des Sommers werde von Frankreich verzögert oder gar blockiert – trotz einer Vereinbarung zwischen Nicolas Sarkozy und Angela Merkel.

Er wolle diplomatisch sein, so Enders. Die Entscheidung werde vom Aufsichtsrat getroffen. Bis dahin habe er bei Airbus einen der wunderbarsten Jobs in der Branche.