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Costa Concordia: Vermisstenzahl heraufgesetzt

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Costa Concordia: Vermisstenzahl heraufgesetzt

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Die italienischen Behörden haben die Zahl der Vermissten korrigiert. Nach Angaben der Küstenwache fehlt von 25 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern der gekenterten “Costa Concordia” jede Spur. Zwölf dieser Passagiere stammen aus Deutschland. Bisher war man von 16 Vermissten ausgegangen. Alle Passagiere aus der Schweiz und Österreich befinden sich in Sicherheit. Aufgrund des schlechten Wetters wurde die Suche nach weiteren Überlebenden vorübergehend eingestellt.

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Die Ermittler erheben schwere Vorwürfe gegen den Kapitän des Luxusliners. “Das skrupellose, waghalsige Manöver, das der Kommandant der Costa Concordia ausgeführt hat ist unentschuldbar. Wir sind uns sicher, dass er von Bord gegangen ist, als noch viele Passagiere auf die Evakuierung warteten”, erklärte Staatsanwalt Francesco Verusio.

Wie der „Corriere della Sera“ meldet, änderte Kapitän Schettino eigenmächtig die Fahrtroute, um einem Kellner, der von der Insel Giglio stammte, einen Gefallen zu tun. Den 1.000 Besatzungsmitgliedern der Costa Concordia droht nach Gewerkschaftsangaben der Jobverlust – ihr Arbeitsplatz wird voraussichtlich das ganze Jahr nicht einsetzbar sein.

Die italienische Regierung befürchtet nun auch noch eine Umweltkatastrophe. In den Schiffstanks befinden sich noch fast 2.400 Tonnen Treibstoff. Rund um das Wrack wurden bereits einige Ölflecke gesichtet. Die Regierung will in den kommenden Tagen die Unglücksstelle zum Katastrophengebiet erklären, um schnelle Hilfe zu ermöglichen und Geldmitteln zur Verfügung stellen zu können.