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Griechische Schulden-Odyssee geht weiter

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Griechische Schulden-Odyssee geht weiter

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Schon wieder tickt die Uhr in Griechenland – und schon wieder wollen sie tausende Griechen durch Protest und Streik anhalten. In zwei Monaten ist die nächste Schuldentilgungs-Rate fällig, die Staatskassen sind leer.

Grigoris Kalomiris, Lehrer:

“Die Leute müssen rauskommen, auf die Straße, die Arbeiter, die Arbeitslosen, die Rentner, um diese Politik zu stoppen. Die Troika kommt und zusammen mit der Drei-Parteien-Koalition wird sie noch mehr harte Maßnahmen verhängen.”

“Die Opfer des griechischen Volkes können den Bankrott nicht aufhalten”, so Aleka Papariga, Parteisektretärin der Kommunisten, das System sei nicht reformierbar. Es könne nur einen großen Bruch geben.

Und während ein kleiner Teil der ansonsten friedlichen Demonstranten seine Wut an einem Anti-Terror-Fahnder in Zivil ausließ – fand die Kommunistin unerwartet Zustimmung im Londoner Finanzdistrikt. Auch wenn sich Politik und Internationaler Bankenverband IIF noch auf einen Forderungsverzicht einigen sollten, sei Griechenland insolvent, so Edward Parker, der für Europa zuständige Abteilungsleiter der Rating-Agentur Fitch.

Das Land werde die im März fälligen Staatsanleihen über gut 14 Milliarden Euro nicht bedienen können.

Genau dafür kämpft die Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) gerade wieder in Athen. Ergebnisse ihrer Buchprüfung werden in der nächsten Woche erwartet.

Im Moment droht ein neues internationales Hilfsprogramm in Höhe von 130 Milliarden Euro an Barrieren wie dem sogenannten “freiwilligen Schuldenschnitt” zu scheitern.

mit Reuters, dpa, AP