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Indonesien: Bahn gibt Zug-Surfern die Kugel


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Indonesien: Bahn gibt Zug-Surfern die Kugel

Die einen mögen das Cabrio-Gefühl, andere die Gratisfahrt und manche sind einfach nur froh, dass sie mit den überfüllten Zügen überhaupt mitkommen – Zugsurfer in Indonesien, die auf den Dächern der Waggons reisen und nicht innen drin.

Gesetze halfen bisher nichts, rote Farbe, Stacheldraht, Hundestaffeln und religiöse Appelle -keine Chance, obwohl dabei schon Dutzende umgekommen sind.

Jetzt wurden in einem Vorort der Hauptstadt Jakarta schwere Betonkugeln über den Gleisen aufgehängt.

Zur Abschreckung.

Mateta Rizahulhaq, Sprecher der staatlichen Bahngesellschaft PT Kereta Api:

“Es gibt es Gesetze, die verbieten das Bahnsurfen. Da hatten wir eigentlich nicht erwartet, dass wir auch noch diese Kugeln aufhängen müssen.”

Ob das gegen die Gewohnheiten ankommt ? Das Bahnsystem ist meist noch so, wie es die holländische Kolonialmacht hinterlassen hat. Marode. Und die Surfer sind in der Überzahl.

Fahrgast Sutisna:

“Die Regierung sollte lieber für einen besseren Betrieb sorgen und für pünktliche Züge. Dann halten sich die Passagiere auch an die Regeln.”

Mit einem besseren Service habe die Bahn es noch nie probiert.

“Das sieht ja erst mal wirklich gefährlich aus,” so der Kommentar eines 27jährigen Ladenbesitzers und Surfers Mulyanto. “Bis jetzt haben wir am Ende immer gewonnen. Mal sehen, wie lang das hier hält.”

mit AP

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