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Weitere tote Concordia-Opfer geborgen

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Weitere tote Concordia-Opfer geborgen

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Nach dem Kentern der “Costa Concordia“ haben sich Rettungsteams unter größter Vorsicht Zugänge zum Kreuzfahrtschiff freigesprengt. Noch immer sind bis zu 2300 Tonnen Treibstoff an Bord. Wie lange die Tanks halten, ist unklar. Naturschützer warnen vor einer Umweltkatastrophe, Zehntausende Meerestiere sind in Gefahr. Der italienische Umweltminister kündigte bereits an, den Notstand auszurufen. 
 
Das Kreuzfahrtschiff war Freitagabend vor der toskanischen Insel Giglio mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf Grund gelaufen.
 
Warum der Kapitän die Fahrtroute zu nahe an die Küste verlegte, musste er an diesem Morgen erstmals vor den Staatsanwälten darlegen. Offenbar wollte ein Besatzungsmitglied einem Verwandten auf der Insel Giglio zuwinken. Der Kapitän ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
  
Das Besatzungsmitglied Manrico Giampedroni konnte vor dem Ertrinken gerettet werden. Er erinnert sich: “Ich war im Restaurant eingesperrt, die Feuerwehr musste mich retten.
Das kalte Wasser bleibt mir am deutlichsten in Erinnerung. Es ist nicht leicht, 37 bis 40 Stunden lang völlig durchnässt zu sein.“ 
 
Italienische Behörden korrigierten die Zahl der Todesopfer unterdessen weiter nach oben: Elf Menschen kamen demnach beim Unglück ums Leben, unter ihnen auch ein Deutscher. Gleichzeitig herrscht Verwirrung darüber, wieviele Menschen noch vermisst werden. Offiziell ist von mehr als 20 die Rede. Ihre Zahl könnte jedoch höher sein.