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"Costa Concordia": Branche zittert vor Schäden und Langzeitfolgen

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"Costa Concordia": Branche zittert vor Schäden und Langzeitfolgen

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Nach der Havarie der “Costa Concordia” rechnen Versicherer in ersten Schätzungen mit Millionenschäden. Allein der weltgrößte Rückversicherer Munich Re erwartet Belastungen

“im mittleren zweistelligen Millionenbereich”. Die genaue Schadenssumme lasse sich derzeit aber noch nicht beziffern, so das Unternehmen.

Neben den Kosten für das zerstörte Schiff aus der

Kaskoversicherung resultieren nach Darstellung von Fachleuten weitere Belastungen aus Haftpflichtansprüchen der Passagiere und der Crew sowie aus der Bergung des Wracks.

Völlig offen sind die Auswirkungen des Unglücks auf die gesamte Kreuzfahrtbranche. Deren Marktwert wird in diesem Jahr immerhin auf 27 Milliarden Euro geschätzt. Mehr als 20 Millionen Passagiere werden befördert, die in den Häfen rund zwölf Milliarden Euro ausgeben. Die Kreuzfahrt-Industrie ist also ein erheblicher Wirtschaftsfaktor.

Nach Meinung von Branchenexperten hätte das Unglück zu keinem ungüstigeren Zeitpunkt kommen können. Denn im Januar wird üblicherweise ein Drittel der weltweiten Buchungen für das Gesamtjahr vorgenommen. Wieweit das Titanic-Syndrom jetzt nachwirkt, bleibt abzuwarten.