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Dämpfer für Fusion aus Wall Street und Deutscher Börse

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Dämpfer für Fusion aus Wall Street und Deutscher Börse

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Die Chancen der New Yorker Wall Street und der Deutschen Börse AG auf grünes Licht der EU für ihre Milliardenhochzeit schwinden. Die nationalen Wettbewerbshüter in der EU seien mit dem erwarteten Nein aus Brüssel einverstanden, verlautete aus informierten Kreisen.

Die Chefs der Börsen versuchen nun mit persönlichen Gesprächen in Brüssel doch noch das Ruder herumzureißen. Der Vorstandschef der New York Stock Exchange, Duncan Niederauer, hob gegenüber Euronews erneut die Bedeutung der Fusion für Europa hervor. Der Zusammenschluss schaffe eine Europa-zentrierte Börse, die 70 Prozent in Europa umsetze, in den Niederlanden angemeldet werde und Angestellte aller 27 EU-Staaten habe.

Den EU-Wettbewerbshütern ist besonders die Marktmacht des fusionierten Unternehmens im Handel mit Optionen und anderen Derivaten ein Dorn im Auge. Die Börsen-Tochter Eurex und die zur Nyse gehörende Londoner Liffe kämen im Derivate-Handel an europäischen Börsen zusammen auf einen Marktanteil von über 90 Prozent.

Den außerbörslichen Handel (OTC), der einen Großteil des Marktes ausmacht, blendete die Behörde dagegen aus. Diese – aus Sicht der Börsen falsche – Betrachtungsweise wollen die Konzerne in Gesprächen mit den übrigen Kommissaren und der Politik thematisieren.