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Katastrophen-Kapitän stolpert in Rettungsboot

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Katastrophen-Kapitän stolpert in Rettungsboot

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Kapitän Francesco Schettino steht in seinem Heimatort Meta di Sorrento unter Hausarrest. Der 52-Jährige behauptet jetzt, im Chaos der Unglücksnacht gestolpert und in ein Rettungsboot gefallen zu sein. In Meta di Sorrento halten die Einwohner zu ihrem Mitbürger. Daß er vom Schiff geflohen sei und sich geweigert habe an Bord zurückzukehren, wollen sie nicht glauben: “Ich kenne ihn persönlich. Ich glaube er tat alles, was zu tuen war. Ich bin stolz auf ihn”, erzählt Gianluca Guida, selbst Seemann.

“Wer hat Ihnen gesagt, dass er sein Schiff verlassen hat? Woher wollen Sie das wissen? Waren Sie dabei? Wer behauptet das, der Kapitän der Küstenwacht, der ihn über Funk angeschrien hat!” empört sich Kapitän Schettinos Nachbarin Rosa Tito.

Bei seiner Vernehmung räumte Schettino Fehler ein. Er habe zu spät gelenkt. Weil er den Meeresboden kannte, sei er auf Sicht gefahren, aber von dem Felsen überrascht worden. Schettino gestand, schon drei- oder viermal die Route, die abseits vom offiziellen Kurs liegt, gefahren zu sein.