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Menschenrechtsbotschafter darf nicht zu Timoschenko

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Menschenrechtsbotschafter darf nicht zu Timoschenko

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Im Frauenlager Charkow-Katschanowka an der Grenze zu Russland, weit weg von der ukrainischen Hauptstadt, sitzt sie jetzt, die Frau, die den Mächtigen in Kiew zu gefährlich geworden war, haben sie hier weggesperrt. Der französische Menschenrechtsbotschafter wollte Julia Timoschenko besuchen, doch sie ließen ihn nicht zu ihr. Keine gute Visitenkarte für die Ukraine, sagt der abgewiesene Francois Zimeray: “Die Ukraine richtet in diesem Jahr die Fußballeuropameisterschaft mit aus. Dann soll sie den Vorsitz der OSZE übernehmen. Ich hoffe, dass die Ukraine sich überlegt, was für ein Bild sie in der Welt abgibt. Ich hoffe, die Ukraine wird der Welt zeigen, dass sie die Menschenrechte besser respektieren kann als sie es momentan tut.”

Doch warum durfte der Botschafter nicht zur Gefangenen? Timoschenkos Tochter und Anwältin Jewgenia Timoschenko sagt: “Das Regime will sie fertig machen. Sie wollen sie körperlich und seelisch brechen. Sie tun ihr das täglich an. 24 Stunden ist sie unter Bewachung. Das ist illegal. Und weil sie sie fertig machen wollen, haben sie Botschafter Zimeray nicht zu ihr gelassen.”

Francois Zimeray ist dennoch zuversichtlich. Er glaubt, die Ukraine wird auf Dauer doch auf einen besseren Eindruck beim Westen setzen.