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Anonymous-Hacker starten massive Internetattacke

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Anonymous-Hacker starten massive Internetattacke

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Nach der Abschaltung der Videoplattform Megaupload durch das FBI hat das Aktivisten-Kollektiv Anonymous seine bisher größte Gegenattacke gestartet. In einer beispiellosen Aktion legten die Hacker gut 5500 hochrangige Webseiten lahm. Darunter die des Weißen Hauses, des US-Justizministeriums, des FBI oder Seiten aus der Musikindustrie oder die verschiedener Medien. Auch Berichte über den Vorfall waren im Netz häufig nicht mehr abrufbar.

In einer Zeit, in der unter anderem das geplante US-Gesetz PIPA gegen Onlinepiraterie für Aufruhr sorgt, bezeichneten die Anonymous-Aktivisten ihre Angriffe bei Twitter als Rache für den Schlag gegen Megaupload – also einen Dienst, dem eben diese Piraterie zur Last gelegt wird.

Die Macher von Megaupload wurden in Neuseeland festgenommen, darunter auch der Deutsche Kim Schmitz. Ein Gericht entscheidet über ihre Auslieferung in die USA. Die Behörden dort werfen Megaupload massive Urheberrechtsverletzungen vor. Außerdem sollen die Betreiber durch die Seite ein Millionenvermögen angehäuft haben.

Die Debatte um Urheberrechte im Internet hat in jüngster Zeit an Fahrt gewonnen. Begleitet von heftigen Protesten wurden in den USA die Gesetzevorstöße SOPA und PIPA vorgelegt, mit denen Online-Piraten das Handwerk gelegt werden soll. Viele Menschen sehen das als Zensur und Einschränkung der Freiheit im Netz.