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Frankreich unterbricht vorerst Afghanistaneinsatz

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Frankreich unterbricht vorerst Afghanistaneinsatz

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Frankreichs Militäreinsatz in Afghanistan wird unterbrochen; für wie lange, ist unbekannt. Die französischen Soldaten dort könnten sogar früher abgezogen werden als geplant. Bisher ist ein vollständiger Abzug der noch knapp viertausend Mann bis 2014 vorgesehen.

Damit reagiert Frankreich auf die Ermordung von vier

Soldaten durch einen afghanischen Kameraden – der zweite derartige Vorfall innerhalb weniger Wochen.

Von Mord spricht auch Frankreichs Außenminister Alain Juppé angesichts dieser Fälle. Und er sagt, man müsse den Plan für den Truppenabzug diesen neuen Umständen nun wohl anpassen.

Auch drei deutsche Soldaten wurden bei einem ähnlichen Vorfall letztes Jahr schon getötet. Die NATO sieht in solchen Vorkommnissen aber nur Einzelfälle, die dann jedoch für Schlagzeilen sorgten.

Von einhundertdreißigtausend Soldaten aus fünfzig Ländern spricht NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen: Sie würden Tag für Tag mit mehr als dreihunderttausend afghanischen Soldaten zusammen üben und kämpfen – das sei die Realität.

So vereinzelt diese Einzelfälle aber auch tatsächlich sein mögen: Um das Vertrauen zwischen beiden Seiten zu untergraben, reichen sie allemal.