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Hängt alle Wirtschaftsentwicklung vom Erdöl ab?

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Hängt alle Wirtschaftsentwicklung vom Erdöl ab?

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“Glauben Sie aus Europaabgeordneter der Grünen, dass man immer noch Produktion und Verbrauch von Erdöl als entscheidenden Faktor für Wirtschaftswachstum ansehen muss?”

Es antwortet Raül Romeva i Rueda, Europaabgeordneter der Grünen.

“Das ist eine Frage, die wir uns auch stellen. Wir haben gar keine andere Wahl, als uns diese Frage zu stellen. Wir können nicht so weitermachen wie bisher, wir können nicht unbegrenzt fossile Rohstoffe verbrauchen, wir müssen Alternativen finden.

Es mangelt nicht an Optionen sondern am politischen Willen, der einfach nicht da ist. Das hindert uns daran, in der richtigen Richtung voran zu kommen.

Ich betone, Ausgangspunkt jeder Analyse ist die Einsicht, dass es so nicht weitergeht. Das ist unmöglich. So fahren wir gegen die Wand. Folglich ist es unumgänglich, nach anderen Lösungen zu suchen.

Aber nach welchen?

Zunächst müssen wir sparsamer mit Energie umgehen. Weniger Verbrauch impliziert eine Rationalisierung des Verbrauches und die Verlegung vom Produktionsstätten in die Nähe der Orte, an denen der Verbrauch stattfindet.

Zweitens muss man erneuerbare Energien einsetzen. Energien, die die Umwelt weniger belasten und die weniger gefährlich sind.

Es liegt an uns, dass mehr Geld in die Entwicklung erneuerbarer und sauberer Energien investiert wird.

Und drittens müssen wir unsere Mentalität, unsere Angewohnheiten ändern.

Neue Ideen setzten sich nicht ohne die Bürger durch. Und dann müssen sie von institutionen unterstützt werden.

Es gibt zwei grundlegende Elemente: Zuerst muss die Gesellschaft einen Wandel wollen und sich daran beteiligen, wodurch sich die mentalität ändert.

Und dann müssen die Institutionen sich der Projekte annehmen und sie durchsetzen.

Wo werden die Entscheidungen getroffen?

Im Kreise der Institutionen. Und natürlich ist es gut, für seine Mei nung zu demonstrieren, den kampf auch auf die Straße zu tragen. Aber das allein reicht nicht. Wenn die neuen Ideen nicht die Türen der Institutionen passieren, nicht dorthin gelangen, wo die Entscheidungen getroffen werden, dann werden sie niemals von vielen geteilt und umgesetzt.”

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