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Präsidentschaftwahl in Finnland

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Präsidentschaftwahl in Finnland

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Sauli Niinistö (63) will finnischer Präsident werden. Deshalb lässt er in etwa 100 Cafes im ganzen Land kostenlos Kaffee ausschenken. Auch Informationen zum konservativen Kandidaten gibt es hier. Sauli Niinistö war früher Finanzminister.

Bei Umfragen Mitte der Woche lag er zwar immer noch vorne, kam aber nur noch auf 30 Prozent. 2006 hatte Niinistö bei der Präsidentschaftswahl knapp gegen die Sozialdemokratin Tarja Halonen verloren. Sie kandidiert nicht mehr.

Es sieht so aus, als ob bei der Wahl am Sonntag keiner der acht Kandidaten im ersten Anlauf die absolute Mehrheit erreichen wird.

Ex-Außenminister Paavo Väyrynen (65) liegt in den Umfragen nur wenig hinter Niinistö. Väyrynen würde gerne die finnische Mark wieder einführen und hat vor allem bei den Euroskeptikern in der Bevölkerung starken Rückhalt.

Die finnischen Grünen schicken Pekka Haavisto (53) ins Rennen. Der bekennende Homosexuelle war früher bereits Umweltminister.

Die Finnen stimmen am Sonntag per Direktwahl über ihren neuen Staatspräsidenten ab. Stimmberechtigt sind rund 4,4 Millionen Menschen.

Das früher in der Außenpolitik und bei der Regierungsbildung einflussreiche Präsidentenamt in Finnland ist seit einer Verfassungsreform (1999) auf weitgehend repräsentative Aufgaben beschränkt.