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Finnen wählen neuen Präsidenten

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Beherrschendes Thema im Wahlkampf waren die Eurokrise und das Verhältnis zur EU. Die populäre Amtsinhaberin Tarja Halonen tritt nach zwei Mandaten nicht mehr an. Als Favorit gilt der konservative Ex-Finanzminister Sauli Niinistö.

Er punktet nicht nur mit EU-Erfahrung – in seiner Amtszeit hatte Finnland den Ratsvorsitz inne – sondern vor allem mit Lebenserfahrung: Seine Frau starb bei einem Verkehrsunfall, er selbst überlebte später mit seinem Sohn den Tsunami in Thailand, festgeklammert an einen Lampenmast. Im Dezember schien ihm laut Umfragen noch die absolute Mehrheit sicher, inzwischen ist er aber auf 30 Prozent zurückgefallen.

Stark aufgeholt hat der grüne Umweltminister Pekka Haavisto. Der bekennende Homosexuelle und erklärte EU- und Euro-Anhänger liegt aber dennoch mit dreizehn Prozent deutlich hinter dem Favoriten.

Auf Platz drei und vier folgen Euro- und Europaskeptiker. Alle Anzeichen sprechen für eine Stichwahl. Diese ist Anfang Februar geplant.

Angesichts der großen Zahl von Briefwählern vor der ersten Runde rechnen die Meinungsforscher mit einer hohen Wahlbeteiligung.