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Jemens Staatspräsident reist vorerst in die USA

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Jemens Staatspräsident reist vorerst in die USA

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Jemens Staatspräsident Ali Abdullah Salih hat sein Land vorläufig verlassen. Er will in die USA, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen.

Salih regiert das Land seit über dreißig Jahren. Letztes Jahr sah aber auch er sich starken Protesten gegenüber. Erst nach langen erfolglosen Bemühungen der Nachbarländer stimmte er schließlich doch einem Rücktritt zu.

An diesen Rücktritt knüpfte er aber Bedingungen: Vor allem wollte er für sich und seine Mitstreiter Immunität vor einer möglichen Strafverfolgung. Dieser Schutz soll für alle Handlungen während seiner gesamten Amtszeit gelten – nicht nur für das vergangene Jahr, in dem er mit Gewalt gegen die Proteste vorging.

Diese Immunität wurde ihm letztlich gestern durch das Parlament zugesichert. In knapp einem Monat soll nun eine Präsidentenwahl stattfinden. Allerdings gibt es nur einen Bewerber – und das ist der bisherige Vizepräsident.