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Präsidentenwahl in Finnland geht in zweite Runde

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Präsidentenwahl in Finnland geht in zweite Runde

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Bei der Präsidentenwahl in Finnland wird eine Stichwahl nötig. Den ersten Durchgang gewinnt deutlich und wie erwartet der konservative Sauli Niinistö. Der 63-jährige frühere Finanzminister bekommt 37 Prozent der Stimmen, verfehlt damit aber ebenso deutlich die absolute Mehrheit.
 
Auf Platz zwei kommt der zehn Jahre jüngere Pekka Haavisto, der Bewerber der Grünen und früher Umweltminister. Er erzielt mit 18,8 Prozent aber nur noch rund die Hälfte der Stimmen. Ihm folgt mit 17,5 Prozent knapp der liberale Paavo Väyrynen, der somit nicht mehr in die Stichwahl gelangt.
 
Auf 9,4 Prozent kommt Timo Soini von den Wahren Finnen – der nationalistischen und fremdenfeindlichen Partei, die letztes Jahr bei der Reichstagswahl mit ihrem guten Ergebnis für Aufsehen sorgte. Auch für ihn selbst ist es ein Fortschritt: Bei der letzten Präsidentenwahl 2006 hatte er noch gut drei Prozent der Stimmen.
 
Noch hinter Soini landete der frühere sozialdemokratische Regierungschef Paavo Lipponen abgeschlagen mit 6,7 Prozent auf dem fünften Platz. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,8 Prozent.
 
Die Stichwahl findet nun in zwei Wochen statt: Sauli Niinistö tritt dann als Favorit gegen Pekka Haavisto an. Die bisherige Staatspräsidentin Tarja Halonen geht nach zwölf Jahren. Nach zwei Amtszeiten konnte sie nicht wieder zur Wahl antreten.
Finnlands Staatsoberhaupt wird für sechs Jahre gewählt und hat seit einer Verfassungsreform 1999 im wesentlichen nur noch repräsentative
Aufgaben.