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"Costa Concordia": Taucher entdecken weitere Leichen

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"Costa Concordia": Taucher entdecken weitere Leichen

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Im Wrack der havarierten “Costa Concordia” vor der Insel Giglio haben Taucher zwei weitere Leichen gefunden. Es handele sich um zwei Frauen, teilten die Einsatzmannschaften mit. Damit wurden bislang 15 Tote geborgen, acht konnten identifiziert werden. Allerdings ist es schwierig, die genaue Zahl der Vermissten festzustellen, da sich offenbar einige Menschen auf Einladung der Besatzung an Bord befanden und damit nicht in der offiziellen Passagierliste aufscheinen.

Die Gefahr, dass das Schiff absinken könnte, ist offenbar vorerst gebannt. Die “Costa Concordia” liege stabil, hieß es aus der Einsatzleitung. Der italienische Zivilschutz konnte damit grünes Licht für den Start der Abpumparbeiten geben. In den Tanks befinden sich rund 2.300 Tonnen Treibstoff. Treten diese ins Meer aus, wäre eine Umweltkatastrophe die Folge. Darüber hinaus wären die Menschen auf Giglio direkt betroffen, denn das Trinkwasser der Insel ist Meerwasser, das durch Entsalzungsanlagen geleitet wird.

Experten nehmen immer wieder Wasserproben, um zu kontrollieren, inwieweit die Wasserqualität bereits beeinträchtigt ist. Sie fanden unter anderem Spuren von Lösungs- und Reinigungsmitteln, die sich an Bord des Schiffs befunden hatten. Die Abpumparbeiten werden voraussichtlich mehrere Wochen lang dauern.