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Kim Dotcom bleibt in Haft

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Kim Dotcom bleibt in Haft

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Der Gründer der mittlerweile geschlossenen Internet-Tauschplattform Megaupload. Ein neuseeländisches Gericht vertagte die Entscheidung über einen Antrag der Verteidigung, ihn gegen Kaution zu entlassen. In dem Verfahren geht es um einen Auslieferungsantrag der USA. Das FBI wirft dem Deutschen mit bürgerlichem Namen Kim Schmitz unter anderem Urheberrechtsverletzungen im Internet vor – vor allem zum Schaden der US-Filmindustrie. Der sollen durch Raubkopien Einnahmen von umgerechnet fast 400 Millionen Euro entgangen sein. Das FBI hat gegen sieben Personen Haftbefehl erlassen und die Tauschplattform gesperrt.

Daraufhin hatten mehrere tausend Hacker von Anonymous mit vereinten Kräften die Internetseiten von FBI und US-Justizministerium für einige Zeit blockiert. Nach dem gleichen Muster griffen sie zu Wochenbeginn mehrere Internetseiten der polnischen Regierung an.

Aus Protest gegen das so genannte Acta-Gesetz, mit dem Polen die Verbreitung von Raubkopien via Internet bekämpfen wollte.

Der Gesetzentwurf, über den in Polen jetzt neu nachgedacht wird, ist das europäische Pendant zu den amerikanischen Gesetzesentwürfen, mit denen die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen international erleichtert werden soll.

Und gegen die laufen nicht nur Internet-Aktivisten im Netz Sturm – der Widerstand zeigt sich auch auf der Straße wie bei dieser Aktion in New York.

Protestierer Michael Grey spricht den amerikanischen Gesetzesmachern jedes Verständnis dafür ab, wie Internet funktioniert.

Er befürchtet, dass auf diese Weise die freie Meinungsäußerung erstickt werden könnte, weil Firmen nichts mehr ins Netz stellen.”

Es war aber auch schon von Experten zu hören, die Gesetzesentwürfe müssten letztlich ins Leere laufen. Denn für jede abgeschaltete Seite können beim heutigen Stand der Technik sofort neue aufgeschaltet werden. Aus Protest hatte das Internet-Lexikon WIKIPEDIA zeitweise an Stelle seiner englischsprachige Version nur einen schwarzen Balken gezeigt.