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Saudi-Arabien zieht Syrien-Beobachter ab

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Saudi-Arabien zieht Syrien-Beobachter ab

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Die Arabische Liga hat sich auf eine neue Syrien-Initiative verständigt. Dem Plan zufolge soll Präsident Baschar al-Assad die Macht an seinen Stellvertreter übergeben. Die Liga forderte auf ihrem Treffen in Kairo ebenfalls, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Außerdem einigte sie sich darauf, die Beobachtermission in Syrien um einen Monat zu verlängern. Ein Plan, der in Syrien bereits auf Ablehnung stieß.

Angesichts der syrischen Blockade-Haltung kündigte der saudische Außenminister an, die Beobachter aus dem Land abzuziehen. Die syrische Regierung erkläre sich nicht mit dem arabischen Plan einverstanden, der das Blutvergießen beenden soll.

Obwohl sich Machthaber Baschar al-Assad zu einigen Zugeständnissen bereit erklärt hatte, wird die syrische Opposition weiter unterdrückt. So wurden seit Beginn der Beobachtermission nach Angaben von Aktivisten bis zu 980 Menschen getötet. Allein an diesem Wochenende sollen mehr als 110 weitere ums Leben gekommen sein – unter anderem bei einem Anschlag auf einen Bus in Idlib. Einer Protestbewegung zufolge gab es erneut Gefechte zwischen Deserteuren und Regierungsgruppen.