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Syrien: "Wir wollen, dass das aufhört"

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Syrien: "Wir wollen, dass das aufhört"

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Ein zerstörtes Panzerfahrzeug in einer Straße der syrischen Stadt Homs. Hier hatten desertierte Soldaten vor gut einer Woche ehemalige Kameraden in einen Hinterhalt gelockt, fünf Regierungssoldaten kamen ums Leben.

Die Stadt, in der vielerorts Soldaten patrouillieren, ist streng geteilt in Anhänger und Gegner von Präsident Baschar al Assad. Viele der Menschen allerdings sind die Kämpfe ganz grundsätzlich leid.

Ein Mann sagte: “In Homs ist alles kaputt, hier herrschen Chaos, Mord und Plünderungen. Die Leute sterben. Wir haben unsere Läden geschlossen. Jeden Tag werden drei oder vier verschleppt. Wir wollen, dass das aufhört, das ist keine Lösung.”

Mit militärischen Ehren wurden die getöteten Regierungssoldaten in Homs bestattet, weitere Opfer im mittlerweile zehnmonatigen Blutvergießen. Der Präsident hält aller Gewalt zum Trotz weiter an seinem Posten fest und lehnt einen Rückzug, wie ihn die Arabische Liga vorschlug, ablehnte.

In einem Vorort von Damaskus trugen ihrerseits Oppositionelle 12 Getötete aus ihren Reihen zu Grabe. Derweil ließ Syriens Verbündeter Russland wissen, man könne nicht mehr viel für Assad tun.