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Tote Armenier "vergiften Beziehungen" zwischen Frankreich und der Türkei 

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Tote Armenier "vergiften Beziehungen" zwischen Frankreich und der Türkei 

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Frankreich stellt die Leugnung von Völkermorden unter Strafe – auch der Senat dürfte dem Gesetz zustimmen, das die Nationalversammlung bereits im Dezember abgesegnet hatte. Das hatte heftige Proteste der Türkei und von Türken in Frankreich ausgelöst. Denn die französischen Gesetzgeber zählen dazu auch den Tod von zahllosen Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs.
 
In der Türkei waren zwischen 1915 und 1917 etwa 1,5 Millionen Menschen der systematischen Verfolgung, organisierten Massakern und Verschleppungen zum Opfer gefallen.
 
 
Zeynel Lule, türkischer Journalist und Experte für türkisch-französische Beziehungen
 
“Frankreich steht in den kommenden Monaten vor Präsidentschaftswahlen. Und viele Leute sagen, dass Sarkozy seinen Posten an die Sozialisten verlieren könnte. Wenn das so kommt, könnten die Sozialisten versuchen, die vergifteten Beziehungen wiederherzustellen.”
 
 
Was den Armeniern geschah, wurde vor fast 100 Jahren nur von wenigen sehr genau registriert:
 
Adolf Hitler pflegte Bedenken gegen die gewaltsame sogenannte “Germanisierung des osteuropäischen Raums“ mit der Gegenfrage zu zerstreuen: “Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?”
 
 
Bora Bayraktar, euronews:
“Die Türkei wartet die Abstimmung im französischen Senat stillschweigend ab. Die Frage ist, wie lange diese Stille hält. Das werden wir hier in Istanbul sehen, vor dem französischen Konsulat”.