Eilmeldung

Eilmeldung

Assad und Golfstaaten gehen auf Konfrontationskurs

Sie lesen gerade:

Assad und Golfstaaten gehen auf Konfrontationskurs

Schriftgrösse Aa Aa

Nach Saudi-Arabien haben nun auch die anderen arabischen Golfstaaten beschlossen, ihre Beobachter aus Syrien abzuziehen.

Der Konflikt zwischen dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und den anderen arabischen Regierungen spitzt sich damit weiter zu.

Die Arabische Liga hatte am Wochenende die Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit gefordert. Außerdem schlug sie vor, Assad solle seine Machtbefugnisse an Vizepräsident Faruk al-Scharaa übergeben.

Syriens Außenminister Walid al-Muallim sagte in Damaskus: “Die arabischen Staaten versuchen die Zukunft Syriens zu gestalten ohne Rücksicht auf die Wünsche des Volkes, so als wären wir ein Land ohne eigenen Willen.”

Die Arabische Liga hatte schrittweise seit Dezember rund 160 Beobachter nach Syrien geschickt, um die Freilassung politischer Gefangener und den Abzug des Militärs aus Protesthochburgen wie Homs, Idlib und Daraa und zu überwachen.

Saudi-Arabien und Katar tendieren inzwischen dazu, die Vereinten Nationen um Hilfe bei der Lösung des Konflikts zu bitten. Dort hatte Russland zuletzt Zwangsmaßnahmen gegen die syrische Führung verhindert.

Der Aufstand gegen Assad hatte im März 2011 begonnen. Seither wurden nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 5500 Menschen getötet.