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Freude bei den Armeniern und Proteste von Türken

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Freude bei den Armeniern und Proteste von Türken

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Wie zu erwarten begrüßte die Regierung in der armenischen Hauptstadt Jerewan das vom französischen Senat verabschiedete Völkermordgesetz. Außenminister Edward Nalbandian sagte, dieser Tag sei nicht nur wichtig für die armenisch-französische Freundschaft. Er sei auch wichtig, um Menschenrechte weltweit zu schützen und um Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorzubeugen.

Mit einer Reaktion der Regierung in Ankara wird an diesem Vormittag gerechnet. Aus Protest gegen das Gesetz hatte die Türkei zeitweise den Botschafter aus Frankreich abgezogen. Tahsin Burcuoglu erklärte, “für die Türkei ist das Thema sehr heikel. Sie wird so ein Gesetz niemals hinnehmen. Nun müssen alle den Preis bezahlen. Die Türkei, Frankreich, Armenien, die armenischen Gemeinden, die türkische Gemeinde in Frankreich. Alle werden darunter leiden.”

Vor dem französischen Kulturinstitut Institut francais in Istanbul wurden Sicherheitskräfte aufgestellt. Die Lage blieb jedoch ruhig.

Ozkan Yeginaltay beschwerte sich, “die Franzosen haben ihre eigenen Werte verraten. Die Türkische Republik ist ein großartiges Land und wird nicht den kürzeren ziehen. Sarkozy und sein Team werden auf lange Sicht die Verlierer sein.”