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Gegensätzliche Sicht auf Verbrechen an Armeniern

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Gegensätzliche Sicht auf Verbrechen an Armeniern

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Die Geschehnisse von damals spielten sich zwischen

1915 und 1917 ab. Fest steht, dass Hunderttausende von Armeniern während dieser Zeit ums Leben kamen. Die genaue Opferzahl ist nicht zu ermitteln und schwankt je nach Quelle; die Angaben reichen bis zu anderthalb Millionen.

Die Türkei bestreitet nicht grundsätzlich die damaligen Vorkommnisse. Nach ihrer Sicht wurden Verbrechen aber auf beiden Seiten begangen. Noch dazu könne von einem systematischen Völkermord

keine Rede sein.

Dagegen ist Armenien der Meinung, dass das Osmanische Reich die Volksgruppe damals sehr wohl

auslöschen wollte. Die christlichen Armenier galten im Ersten Weltkrieg als Fünfte Kolonne der Feinde. Sie wurden zum Beispiel massenweise vertrieben; dabei starben unzählige von ihnen an Hunger und Krankheiten.