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Kapitän "ist kein Monster"

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Kapitän "ist kein Monster"

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Am 13. Januar hatte Kapitän Francesco Schettino das Kreuzfahrtschiff “Costa Concordia” zu nah an die Küste manövriert. Danach soll er von Bord gegangen sein und Passagiere und Besatzung ihrem Schicksal überlassen haben. Ergebnisse bezüglich seines Blutalkohols werden am Donnerstag erwartet. Er steht in seinem Heimatort Meta di Sorrento südlich von Neapel unter Hausarrest. Seine Frau Fabiola Rossi sagte der Zeitschrift “Paris Match”: “Mein Mann ist kein Monster”. Sie beklagte, auf ihren Mann werde eine Hexenjagd gemacht.

In Italien vor der Insel Giglio laufen unterdessen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um das Schweröl aus dem gekenterten Kreuzfahrtschiff “Costa Concordia” abpumpen zu können.

Taucher suchen weiter nach Vermissten. Die Leiche einer Frau wurde geborgen und brachte die Zahl der Toten auf 16. 12 Deutsche gelten weiterhin als verschollen.

Das Abpumpen des giftigen Schweröls aus den Tanks der “Costa Concordia” verzögert sich mindestens bis zum Wochenende. Die Aktion könne voraussichtlich nicht vor Samstag beginnen, sagte Krisenstabsleiter Franco Gabrielli.