Eilmeldung

Eilmeldung

Neuer Rettungsfonds ESM unter Dach und Fach

Sie lesen gerade:

Neuer Rettungsfonds ESM unter Dach und Fach

Schriftgrösse Aa Aa

Die Finanzminister der Eurozone haben den Druck auf Griechenland erhöht. Auf ihrem Treffen in Brüssel forderten sie die griechische Regierung auf, versprochene Reformen endlich umzusetzen.

Athen hofft auf einen baldigen Schuldenerlass, der jedoch noch nicht in trockenen Tüchern ist. So sollen private Gläubiger auf die Hälfte ihrer Ansprüche gegen das Land verzichten. Erst danach wollen der IWF und die Eurozone ein zweites Rettungspaket auflegen.

Eurogruppen-Chef Jean Claude Juncker demonstrierte Optimismus: Er erklärte, “alle am Tisch sind sich einig: Die Zukunft Griechenlands ist selbstverständlich in der Euro-Zone.”

Eine Auffassung, die von vielen Wirtschaftsexperten nicht geteilt wird.

Nach Ansicht von Robert Halver von der Baader Bank in Frankfurt sind die griechischen Schulden so gewaltig, dass das Land keine Chance hat, mit dem Euro zu überleben. Am besten sei es daher, das Land würde die Eurozone verlassen, seine Hausaufgaben machen und vielleicht nach zehn Jahren einen erneuten Beitritt versuchen.

Durch die Debatte um Griechenland wächst zudem der Druck auf die Regierungen, den künftigen Euro-Rettungsfonds auf eine Billion Euro aufzustocken.

Auf dem Treffen in Brüssel einigten sich die Finanzminister vorerst auf einen ESM von 500 Milliarden Euro, der vom 1. Juli an starten soll – ein Jahr früher als geplant.