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Die kränkelnde Weltwirtschaft im Scheinwerferlicht

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Die kränkelnde Weltwirtschaft im Scheinwerferlicht

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Occupy Davos – ein frostiger Empfang für das Weltwirtschaftsforum, das heute in der Schweiz beginnt: Mit Iglus vor den Luxushotels protestieren Aktivisten gegen den ungebremsten Kapitalismus – angelehnt an die Occupy Wallstreet Bewegung.

Sie sagen Finanzspekulanten den Kampf an und fordern eine umweltfreundlichere Weltwirtschaft:

Florian Sieber erklärt kämpferisch: “Unsere Botschaft lautet: Lasst sie nicht über euren Kopf hinweg entscheiden. Das ist kein Motto, das wir an die so genannten Wirtschaftsführer selbst richten, sondern an alle anderen, an die 99 Prozent.”

Auf dem Weltwirtschaftsforum 2012 sind 41 Staats- und Regierungschefs vertreten, so viele Teilnehmer wie noch nie werden erwartet. Klaus Schwab, der Gründer des Forums, mahnt zu einem Umdenken. Die Märkte müssten schlussendlich den Menschen dienen, räumt Schwab ein. Der Kapitalismus in seiner bisherigen Form passe nicht länger zur Welt. Das System müsse sich anpassen oder – besser gesagt – ein neues Gleichgewicht finden.

Erstmals bindet die Konferenz junge Menschen aus mehr als 140 Städten weltweit in die Debatten mit ein. Das Motto des 42. Weltwirtschaftsforums angesichts von Schuldenkrisen und anderen globalen Gefahren: Die große Transformation – neue Modelle gestalten.