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Putin-Konkurrent soll nicht antreten

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Putin-Konkurrent soll nicht antreten

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Gut fünf Wochen vor der russischen Präsidentenwahl schließt die Wahlbehörde offenbar den liberalen Oppositionspolitiker und Putin-Gegner Grigori Jawlinski von der Abstimmung aus. Rund ein Viertel der nötigen zwei Millionen Unterschriften von Unterstützern seien ungültig, so die Behörde. Die Entscheidung sei “absolut objektiv” und nicht politisch begründet, sagte der Vize-Chef der Wahlkommission, Stanislaw Wawilow.

Gleichzeitig beklagt Golos immer mehr Schikanen. Erst sollten Russlands führende unabhängige Wahlbeobachter überraschend Anfang Februar ihr Büro in Moskau räumen, dann wurden Bauarbeiten mit Stromausfällen angekündigt. Zuvor war die Miete explodiert.

Wladimir Putin, aussichtsreichster unter insgesamt fünf Kandidaten bei der Präsidentenwahl am

4. März, hatte ausdrücklich ehrliche Wahlen versprochen.

Jawlinskis Ausschluss könnte bewirken, dass Putin in der ersten Runde gewinnt – ohne Stichwahl.

Die liberale Jabloko-Partei, zu deren Gründungsmitgliedern Jawlinski gehört, kritisierte die Ablehnung als «politisch motiviert» und unbegründet.

Zuletzt waren im Dezember allein in Moskau mehr als 100 000 Menschen für faire und freie Wahlen auf die Straße gegangen. Unzufriedene werfen der

Wahlkommission eine Fälschung der Ergebnisse der Parlamentswahl Anfang Dezember vor und fürchten nun neue Manipulationen.

mit Reuters, dpa, RIANovosti