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Viele Wege nach Rom dicht

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Viele Wege nach Rom dicht

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Offiziell ist die LKW-Blockade auf Italiens Autobahnen abgeblasen. Doch im Norden blieben viele Regale leer. Rabiate Streikposten hinderten an vielen Stellen die Transporter am Losfahren. In einigen Regionen herrschte Stop and Go.

Obst und Gemüse kommen wegen der Protestaktionen seit Tagen praktisch nicht mehr nach Norden durch, die Verbraucherpreise explodieren.

Produzenten schätzen nach Medienberichten, dass während der Blockade Tag für Tag Obst und Gemüse für 50 Millionen Euro verrottet ist. Auch Süddeutschland spüre schon Nachschubmangel.

Massimo Pallottino, Leiter eines Großhandelsunternehmens (CARGEST), in Rom:

“Alles ist etwa die Hälfte teurer geworden. Einige Produkte kosten doppelt so viel wie vorher.”

In der Hauptstadt gebe es keinen frischen Fisch mehr, berichten Reporter, die Treibstoffreserven schrumpften, zum Teil blieben Tankstellen geschlossen.

Bei Fiat bekamen die Arbeiter in fünf Werken wegen Nachschubmangels drei Tage Zwangsurlaub verordnet.

Die LKW-Fahrer protestieren gegen hohe

Treibstoffpreise, Versicherungskosten und gestiegene Mautgebühren. Und gegen Deregulierungspläne. Die Aktion war ursprünglich bis Freitag geplant.

In Sizilien nahm die Polizei drei Personen fest, die Lkw-Fahrer zum Protest zwingen wollten, mit Gewalt.

mit AFP, dpa