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200 OSZE-Beobachter kontrollieren Wahl in Russland

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200 OSZE-Beobachter kontrollieren Wahl in Russland

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Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, wird zur Präsidentschaftswahl in Russland am 4. März 200 Beobachter aus 150 Ländern dorthin entsenden. Den Vorschlag von Regierungschef Putin, Kameras in den Wahllokalen anzubringen, um so gegen Wahlbetrug vorzugehen, nannte die Chefin der OSZE-Russland-Mission, Heidi Tagliavili, nicht überzeugend. Auf einer Pressekonferenz sagte sie: “Wenn die Ergebnisse weitergeleitet werden, da wird es interessant. Wir werden ein Auge darauf haben.”

Genau einen Monat vor der Wahl dürfen erstmals Zehntausende Regierungsgegner am 4. Februar mit einem Protestmarsch durch Moskaus Zentrum ziehen. Nach hartem Ringen lenkten die Behörden ein und genehmigten eine Demonstrationsroute im Herzen der Hauptstadt.

Oppositionspolitiker Sergej Udalzow ist zufrieden. Er erklärte gegenüber Euronews-Reporter Alexander Schaschkow: “Das ist eine einzigartige Gelegenheit für uns zu zeigen, dass wir zahlreich sind und dass wir gemeinsam dafür kämpfen, unsere Ziele zu erreichen.”

Das Lager von Präsidentschaftskandidat Wladimir Putin kündigte eine Gegenkundgebung in Moskau mit Zehntausenden Anhängern an. Es solle gezeigt werden, wie groß weiter die Zustimmung für Putin sei.

Euronews-Russland-Korrespondent Alexander Schaschkow meint, auch wenn die Behörden “nur” 50.000 Teilnehmer für den Protestmarsch genehmigten, es sein könne, dass es noch viel mehr würden. “Und sie werden kommen, das ist sicher, bei jedem Wetter”, sagt Schaschkow.