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Falkland-Inseln: Kirchner weist britische Vorwürfe zurück

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Falkland-Inseln: Kirchner weist britische Vorwürfe zurück

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Im neu aufgeflammten Streit zwischen Argentinien und Großbritannien um die Falkland-Inseln hat sich nun die argentinische Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner zu Wort gemeldet. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach ihrer Schilddrüsenoperation beschuldigte sie den britischen Premierminister David Cameron, Argentinien fälschlicherweise koloniale Interessen zu unterstellen. “Ich habe gehört, dass man uns Argentinier als Kolonialisten bezeichnet hat”, sagte sie. “Aber bei den Vereinten Nationen sind noch heute 16 Kolonien verzeichnet und zehn davon gehören zu Großbritannien. Und die symbolträchtigste Kolonie sind unsere Falkland-Inseln.”

In den vergangenen Tagen hatten sich immer wieder Demonstranten vor der britischen Botschaft in Buenos Aires versammelt und den Union Jack verbrannt. Der jahrzehntelange Streit um die Inselgruppe, die seit 1833 britisches Territorium ist, wurde durch die Entdeckung großer Öl- und Gasvorkommen vor den Falkland-Inseln angeheizt. Im Dezember hatten die südamerikanischen Mercosur-Länder Schiffen unter Falkland-Flagge die Einfahrt in ihre Häfen untersagt.