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Gegen Silikonbetrüger wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt

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Gegen Silikonbetrüger wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt

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Mit Billig-Brustimplantaten aus Industrie-Silikon soll er Hunderttausende Frauen geschädigt haben – nun sitzt der frühere Chef der Herstellerfirma in Polizeigewahrsam. Gendarmen nahmen Jean-Claude Mas im Haus seiner Lebensgefährtin in Südfrankreich fest und durchsuchten die Villa.

Die Staatsanwaltschaft Marseille ermittelt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung.

Weltweit sollen 400.000 bis 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen erhalten haben.

Die Kissen können platzen, die Substanz kann zu Entzündungen führen.

Verschiedene Länder, darunter Deutschland und Frankreich, hatten betroffenen Frauen empfohlen, die Implantate entfernen zu lassen.

Murielle Ajello vom französischen Opferverband sagt: “Wir sind alle froh, dass Jean-Claude Mas endlich festgenommen wurde. Wir sind erleichtert.”

In Deutschland sieht sich der TÜV Rheinland mehreren Klagen ausgesetzt. Er war für die sogenannte Konformitätsbewertung nach der europäischen Richtlinie für Medizinprodukte zuständig.