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Häftlinge in Kirgisien nähen sich den Mund zu

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Häftlinge in Kirgisien nähen sich den Mund zu

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Mehr als 1.000 kirgisische Gefangene haben sich den Mund zugenäht, um gegen die miserablen Haftbedingungen und die Schläge der Aufseher zu protestieren. Zudem weitet sich der Hungerstreik aus, mindestens 7.000 Häftlinge verweigern landesweit die Nahrungsaufnahme.

Der Gefängnisleitung zufolge steckt das organisierte Verbrechen hinter der Protestaktion. Der Direktor einer Haftanstalt erklärte: “Das hier ist kein Hotel, sondern sie sollen ihre Zeit absitzen. Warum wollen sie, dass alles offen ist? Damit jeder einfach so in die Zellen spazieren kann? Wer könnte dann eine größere Gruppe aufhalten, insbesondere nachts?”

Menschenrechtsorganisationen verurteilen seit langem die schlechten Haftbedingungen, es gebe weder Medikamente, noch eine angemessene Versorgung mit Lebensmitteln. In den kirgisischen Gefängnissen sitzen derzeit rund 15.000 Menschen.