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Heiße Themen - auch bei Eiseskälte

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Heiße Themen - auch bei Eiseskälte

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Auch die eisigen Temperaturen können die Aktivisten der Occupy-Bewegung nicht stoppen. Während sie sich drinnen die Köpfe heiß reden, wächst draußen das “Camp Iglu”.

Für “Occupy” ist das Lager im Schnee ein weiterer Baustein der wachsenden weltweiten Bewegung. Die Aktivisten sind verärgert über den – wie sie sagen – elitistischen und undemokratischen Charakter des Weltwirtschaftsforums. Ihr Vorwurf: Eine kleine Minderheit treffe Entscheidungen für den großen Rest:

“Unser Protest ist eine Botschaft an die Menschen in aller Welt. Unseren Occupy-Mitstreitern wollen wir zeigen, dass wir unseren Kampf fortführen, auch wenn die Bedingungen hier widrig sind.”

Das Iglu-Camp auf einem Parkplatz außerhalb der Sicherheitszone ist legal – der Bürgermeister von Davos hat es genehmigt. Die Organisatoren berichten, dass Protestler von 16 bis 70 Jahren mitmachen. Viele kommen von weit her.

“Ich habe ein paar persönliche Dinge verkaufen müssen, um die Bahnfahrkarte bezahlen zu können. Ich bin hier mit dem Fahrrad, dem Bus, der Straßenbahn und schließlich zu Fuß hierhergekommen.”

Auch bei Temperaturen von unter Null seien die Iglos drinnen behaglich warm, sagen die Occupy-Aktivisten. Allerdings – schlafen auf dem eiskalten Boden – das halten Meisten nicht länger als eine oder zwei Nächte aus.