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Silikonimplantate: PIP-Gründer in Haft

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Silikonimplantate: PIP-Gründer in Haft

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Im Skandal um französische Billig-Brustimplantate hat die Polizei Jean-Claude Mas festgenommen, den Gründer und früheren Chef der Firma PIP (Poly Implant Prothèse) und offenbar auch einen seiner Manager, Claude Couty. Laut Agence France Presse (AFP) ermittelt die Staatsanwaltschaft Marseille nach einer Anzeige wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung. Frankreichs nationale Krankenkasse (CNAM) hatte Strafanzeige wegen schweren Betrugs gestellt.

PIP hatte für seine Brustimplantate ein Billig-Silikon-Gel verwendet, das nicht für die Behandlung von Menschen zugelassen ist. Die Implantate mit Industrie-Silikon reißen leichter oder lösen sich auf.

Weltweit wurden schätzungsweise 400 000 bis 500 000 Frauen minderwertige PIP-Silikonkissen eingesetzt.

Ein Zusammenhang zwischen den Silikonkissen und Krebs wird befürchtet, bewiese ist er bisher nicht. Mehrere Länder, darunter auch Deutschland, hatten Frauen dazu aufgerufen, die Implantate entfernen zu lassen.

Die Firma PIP ist mittlerweile insolvent.

Mit AFP, dpa, Reuters