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Telefonat bringt Costa-Kapitän in Bedrängnis

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Telefonat bringt Costa-Kapitän in Bedrängnis

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Für die Vermissten der gesunkenen “Costa Concordia” besteht nach Einschätzung des Krisenstabs keine Hoffnung mehr. 20 Menschen bleiben verschollen, unter ihnen neun Deutsche. Unterdessen wurden drei Deutsche unter den 16 Toten identifiziert.

Am Morgen sprengten sich die Taucher einen größeren Zugang zum Deck frei. Das Schweröl soll voraussichtlich von Samstag an aus den Tanks entfernt werden – sofern sich das Wetter hält. Das Abpumpen könnte länger als vier Wochen andauern.

Währenddessen sorgte der umstrittene Kapitän Fancesco Schettino für neue Schlagzeilen. In einem abgehörten Telefonat sagte er, ein Manager habe die “Verbeugung vor Giglio” gezielt angeordnet. Wen er meinte, blieb unklar.

Gleichzeitig widersprach er sich: In der Vernehmung hatte er ausgesagt, er sei zufälligerweise ins Rettungsboot gefallen. In dem Gespräch gab er hingegen zu: Als sich das Schiff neigte, habe er sich ins Boot “heruntergestürzt”.