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UN alarmiert angesichts Milizen in Libyen

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UN alarmiert angesichts Milizen in Libyen

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Bewaffnete Gruppen wie die revolutionären Brigaden stellen nach Meinung der Vereinten Nationen ein immer größer werdendes Problem dar.

Seit der Einnahme von Tripolis haben die Milizen die Stadt unter sich aufgeteilt – die Behörden sind machtlos. Den UN zu Folge sind die Gruppen verantwortlich für die Gewalt in Tripolis, Bani Walid und Bengasi, die vor kurzem aufflammte.

Sie sollen mehr als 8000 Gaddafi-Anhänger in geheimen Gefängnissen festhalten, teilweise unter Folter.

Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte Navanethem Pillay kritisierte, die Übergangsregierung übe noch nicht die volle Kontrolle über die revolutionären Brigaden aus. Leichte und schwere Waffen in ihren Händen stellten eine Gefahr für Sicherheit und Menschenrechte der Bevölkerung dar. Besorgniserregend sei auch, unter welchen Bedingungen die Brigaden ihre Gefangenen hielten und wie sie diese behandelten.

Die UN forderten die libyschen Behörden auf, Kontrolle über die geheimen Gefängnisse zu erlangen. Kein leichtes Unterfangen: So hatte die Übergangsregierung die Milizen bereits mehrmals erfolglos gemahnt, die Waffen abzugeben. Sollte das nicht gelingen, könnte es nach Meinung im libyschen Übergangsrat zu einem Bürgerkrieg kommen.