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11.000 Euro Entschädigung für Costa-Concordia-Opfer

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11.000 Euro Entschädigung für Costa-Concordia-Opfer

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Die Passagiere des havarierten Kreuzfahrtschiffes

“Costa Concordia” sollen pro Person 11.000 Euro Schadensersatz erhalten. Darauf einigten sich am Freitag die Reederei Costa Cruciere und zwölf italienische Verbraucherverbände. Der Betrag deckt verlorene Wertgegenstände, Gepäck, seelische Schäden und den Reisepreis. “Die Verhandlungen waren äußerst komplex. Sie betreffen Passagiere aus 61 verschiedenen Staaten. Wir haben versucht, die Entschädigungsbestimmungen in den verschiedenen Staaten und vor allem in der Europäischen Union zu berücksichtigen und in einer großzügigen Weise anzuwenden und damit den Passagieren das Leben zu erleichtern”, erläutert der Präsident des italienischen Reiseindustrieverbandes Astoi Confindustria, Roberto Corbella.

Auf Giglio sorgt man sich um die Auswirkungen, die die Bergungsarbeiten in der kommenden Saison auf den Tourismus haben werden. Giglios Geschäftsleute wollen wissen, wie die Bergungsarbeiten verlaufen und wie lange sie dauern sollen: “Wir sind sehr traurig. Wir hätten gerne alle gerettet. Jetzt aber gibt es andere Probleme. Es geht um uns. Wir leben ausschließlich vom Tourismus. Hier gibt es keine Fabriken, keine andere Arbeit”, klagt Francesca Mellis, die eine Petition an die Behörden organisiert hat.

Am Wrack der “Costa Concordia” geht die Suche nach den Vermissten weiter. Am Samstag soll mit dem Abpumpen des Treibstoffs begonnen werden. Inzwischen wurde ein weiterer Toter identifiziert. Es handelt sich um einen 72-jährigen Rentner aus dem nordrhein-westfälischen Ibbenbüren.