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125.000 Euro-Sammelklage gegen Costa

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125.000 Euro-Sammelklage gegen Costa

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Die Passagiere des havarierten Kreuzfahrtschiffes

“Costa Concordia” sollen pro Person 11.000 Euro Schadenersatz erhalten. Darauf einigten sich die Reederei Costa Cruciere und zwölf italienische Verbraucherverbände. “Wir sind zufrieden, weil diese Einigung in ganz kurzer Zeit zustande kam. Außerdem hat sich Costa verpflichtet innerhalb von sieben Tagen nach Unterzeichnung der Vereinbarung zu zahlen”, erklärte Federica Lugli, von der Interessenvertretung der Schiffbrüchigen der Costa-Concordia.

Der Betrag deckt verlorene Wertgegenstände, Gepäck, seelische Schäden und den Reisepreis. Doch nicht alle sind mit dem Angebot einverstanden: “11.000 Euro für das Risiko zu ertrinken, mit dem eigenen Kind im Arm oder dem Vater im Rollstuhl sind nichts. Warten wir ab, was amerikanische Gerichte entscheiden. In den kommenden Tagen werden wir unsere Sammelklage einreichen, in der wir 125.000 Euro pro Passagier fordern werden”, erklärte Carlo Rienzi, der Präsident der Verbraucherschutzorganisation Codacons.

An der Klage in den USA wollen sich auch mindestens 16 Deutsche beteiligen. Wer auf das Angebot von Costa eingeht, muß sich verpflichten auf eine Klage zu verzichten. Nach Angaben des Verbandes der italienischen Reiseveranstalter, Astoi Confindustria, liegen die angebotenen 11.000 Euro über den Entschädigungsgrenzen internationaler Vereinbarungen und der gültigen Gesetze.