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Prozess gegen Rios Montt eröffnet

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Prozess gegen Rios Montt eröffnet

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In Guatemala ist ein Prozess wegen Völkermordes gegen den früheren General und Diktator Efrain Rios Montt eröffnet worden. Nach einer ersten Anhörung entschied die Richterin aber, dass der 85-Jährige während des Verfahrens nur unter Hausarrest gestellt wird. Der Ex-General schwieg zu den Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft.

Rios Montt wird vorgeworfen, für Massenmorde an der Maya-Bevölkerungsgruppe der Ixil verantwortlich zu sein. Es geht um mehr als 1700 Morde, aber auch um Vergewaltigungen und schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Vor dem Gerichtsgebäude forderten Demonstranten eine Verurteilung Rio Montts. Der Ex-General hatte sich dank seiner Immunität als Abgeordneter

bisher der Justiz entzogen. Im neuen Parlament, das am 14. Januar zusammentrat, ist er nicht mehr vertreten, da er im November des vergangenen Jahres nicht wiedergewählt worden war. Rio Montt hatte sich 1982 an die Macht geputscht. Während des 30-jährigen Bürgerkrieges mit rund 200.000 Toten hatten die Militärregime in Guatemala zahlreiche Dörfer regelrecht ausradiert, um zu verhindern, dass sich die Stämme mit der linken Guerilla verbündeten. Der Krieg endete 1996.