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Verfahren gegen Silikon-Hersteller eingeleitet

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Verfahren gegen Silikon-Hersteller eingeleitet

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Gegen den Gründer der französischen Brustimplantate-Firma PIP, Jean-Claude Mas, ist ein Ermittlungsverfahren wegen “fahrlässiger Verletzung” eingeleitet worden. Gleichzeitig wurde Mas wenige Stunden nach seiner Festnahme am Donnerstagabend wieder gegen eine Kaution von 100 000 Euro freigelassen.

Mas steht im Mittelpunkt eines weltweiten Gesundheitsskandals. Seine Firma soll minderwertige und möglicherweise krebserregende Implantate hergestellt haben. Der Anwalt von Mas sagte:

“Es gibt Probleme mit Implantaten, das streite ich nicht ab. Aber es ist nicht bewiesen, dass sie Krebs erregen. Es gibt diesbezüglich keine Hinweise, und das ist umso besser.”

Bis zu 500 000 Frauen auf der ganzen Welt sollen die schlechten Silikonkissen von PIP erhalten haben. Die Implantate können platzen, das Material kann Entzündungen verursachen. Mehrere Länder, darunter Frankreich und Deutschland, hatten betroffene Frauen dazu aufgerufen, die Kissen entfernen zu lassen.