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22.000 Passagiere nach Spanair-Pleite gestrandet

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22.000 Passagiere nach Spanair-Pleite gestrandet

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Die angeschlagene spanische Fluggesellschaft Spanair hat ihren Flugbetrieb eingestellt. Am Freitag hatte Qatar Airways Übernahme-Verhandlungen abgebrochen. Auch die Regionalregierung Kataloniens war zu keinen weiteren Finanzspritzen bereit. Die 1986 gegründete Fluggesellschaft hatte 2010 einen Verlust von 115 Millionen Euro eingeflogen.

Rund 22.000 Spanair-Passagiere sitzen fest. Iberia, Air Europa und Vuelig Airlines bieten Sondertarife für gestrandete Spanair-Passagiere an. Bis kurz vor dem Zusammenbruch hatte Spanair noch Tickets verkauft: “Es ist Betrug. Um halb sechs Abends mußten sie schon gewußt haben, was passiert und trotzdem haben sie mir einen Flugschein verkauft”, klagt eine Frau auf dem Madrider Flughafen Barajas.

Die spanische Verkehrsministerin Ana Pastor verlangt von Spanair seinen Pflichten zur Rückführung gestrandeter Passagiere nachzukommen: “Das Verkehrsministerium wird nicht ruhen, bis alle Verantwortlichen ihren Pflichten gegenüber Kunden uns Verbrauchern erfüllt haben”, versprach Pastor.

Spanair beschäftigt direkt und indirekt mehr als 4000 Mitarbeiter. Vor dem Firmensitz bei Barcelona spielten sich am Samstag bewegende Szenen ab. Viele Angestellte verabschiedeten sich voneinander, Hoffnung auf eine Rettung ihrer Airline haben sie nicht mehr