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Aus für Twitter-Revolutionen?


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Aus für Twitter-Revolutionen?

Twitter will künftig nationale Filter einsetzen, um Inhalte zu sperren, die nicht gesetzeskonform sind.

Der Online-Kurznachrichtendienst plant, künftig Inhalte in bestimmten Ländern mit entsprechenden Filtern zu blockieren und hat damit eine Debatte um “Zensur” losgetreten.

Was die Betreiber des Dienstes als Fortschritt werten, sehen viele Nutzer als Ende einer Ära:

“So beginnt Zensur! Ich versteh ja, weshalb Twitter das macht, sie möchten sich neue Märkte erschliessen und darum auf nationales Recht eingehen. Wie Google aber in China lernen musste, entstehen Probleme, wenn man sich zu Agenten der Zensur macht.”

Vor allem bei den arabischen Demokratie-bewegungen hatte Twitter eine bedeutende Rolle als unabhängiges Kommunikationsmittel gespielt. Eine “Twitter-Revolution”, so fürchten viele Aktivisten, werde es künftig nun nicht mehr geben:“Das was Twitter jetzt angekündigt hat, greift doch in das Menschenrecht auf freie Kommunikation ein, das auch für den Bereich “social media” gelten sollte. Ich glaube, sie tun das, weil die Mächtigen in aller Welt, im nahen Osten wie in den USA sich vor den social medias fürchten. Sie haben Angst, das könnte die Wahlen in den USA beeinflussen oder so. Deshalb muss Twitter sich jetzt anpassen.”

Twitter kontert: bisher sei es nur möglich gewesen Einträge weltweit zu löschen,- künftig könne man aber auch national etwas löschen, was für den Rest der Welt somit lesbar bleibt.

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