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Französischer Afghanistan-Abzug zu rasch

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Französischer Afghanistan-Abzug zu rasch

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Die französischen Pläne für einen beschleunigten Truppenabzug aus Afghanistan stoßen vor Ort auf Ablehnung. Bereits im März dieses Jahres soll Afghanistan die Verantwortung für die Provinz Kapisa übergeben werden.

Viele einfache Afghanen meinen, dass ihr Land noch lange nicht in der Lage ist, selbst für Ruhe und Ordnung zu sorgen. “Die Völkergemeinschaft wünscht Frieden und Stabilität, deshalb muß sie Afghanistan helfen. Ohne internationale Hilfe wird es keine Stabilität in Afghanistan geben”, meint der 25-jährige Kabuler Ahmed Schafik.

Afghanische Politiker halten die französische Pläne für unrealistisch, gerade die Truppenausbildung sei wichtig. Entgegen ersten Plänen will sie Frankreich nun doch fortsetzen: “Afghanistan ist noch nicht in der Lage, die Realität im Land zu verändern, und die Dinge voranzutreiben, so daß Frieden und Stabilität herrscht und unsere Truppen einsatzfähig sind”, meint der frühere Parlamentsabgeordnete Dawood Sultanzoi.

Nach einem Anschlag, bei dem vier französische Soldaten getötet worden waren, hatte der französische Präsident Sarkozy angekündigt, den Truppenabzug aus Afghanistan schon Ende 2013 abzuschließen.