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Senegal: "Der Kampf hat gerade erst begonnen"

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Senegal: "Der Kampf hat gerade erst begonnen"

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Die Opposition im Senegal hat angekündigt, das Land “unregierbar” zu machen, sollte Präsident Abdulaye Wade nächsten Monat tatsächlich zum dritten Mal bei den Wahlen antreten. Die Entscheidung des Verfassungsgerichts, Wade zu den Wahlen zuzulassen, sorgte für heftige Kritik.

Oppositionssprecher Amadou Gueye sagte: “Wir rufen die gesamte Bevölkerung dazu auf, sich zu organisieren und zu mobilisieren, um Wade die Stirn zu bieten. Der Kampf hat gerade erst begonnen.”

Der Sänger Youssou N’Dour, dessen angestrebte Kandidatur vom Gericht abgelehnt wurde, warf den Sicherheitskräften vor, Oppositionelle einzuschüchtern. Ihm selbst sei die Brille aus dem Gesicht geschlagen worden.

Kurz nach der Gerichtsentscheidung gab es in der Hauptstadt Dakar heftige Ausschreitungen. Ein Polizist kam dabei ums Leben. Der 85jährige Wade ist seit dem Jahr 2000 Präsident des Landes. Angesichts der Krawalle sagte er nun: “Lasst uns die Gewalt und Drohungen beenden und lasst uns uns wie Bürger des großartigen Senegal benehmen.”

Laut der im Jahr 2001 verabschiedeten Verfassung ist die Amtszeit des Staatspräsidenten auf zwei Legislaturperioden begrenzt. Wade hatte aber erfolgreich argumentiert, dass die Verfassung während seiner Amtszeit geändert worden sei und nicht rückwirkend gelte.