Eilmeldung

Eilmeldung

Schwaches Europa treibt Philips in die Krise

Sie lesen gerade:

Schwaches Europa treibt Philips in die Krise

Schriftgrösse Aa Aa

Die Krise bei Philips hat sich verschärft. Der niederländische Elektronikkonzern schrieb zum Jahresende 2011 rote Zahlen. Unter dem Strich stand ein Minus von 160 Millionen Euro, nach einem Gewinn von mehr als 460 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Zu schaffen machen dem Konzern vor allem ein schwaches Europageschäft. Philips rechnet 2012 mit weiteren Belastungen aus dem Konzernumbau, zu dem auch Stellenstreichungen gehören.

Gegenüber euronews räumte Vorstandschef Frans van Houten ein, dass der Anteil der Konsumeletronik am Philips-Geschäft immer weiter abnimmt. Der Konzern sehe dagegen ein Wachstumspotenzial bei Gesundheitstechnik und Beleuchtungstechnik für Unternehmen. In diesen Bereichen habe Philips Innovationen eingeführt und könne daher Kosten reduzieren und Gewinnmargen vergrössern.

Die Gesundheitstechnik macht bereits 40 Prozent am Gesamtumsatz von Philips aus, während die Konsum- und Unterhaltungselektronik auf 26 Prozent geschmolzen ist. Die verlustreiche TV-Sparte soll an TPV aus Hongkong verkauft werden.

Zu den Aussichten 2012 äußerte sich van Houten sehr zurückhaltend. Daran sei vor allem das unsichere konjunkturelle Umfeld schuld. Erst in der zweiten Jahreshälfte sei wieder mit besseren Betriebsergebnissen für alle Konzernbereiche zu rechnen.

Insgesamt belief sich der Verlust im TV-Geschäft auf 325 Millionen Euro, der sich damit fast verachtfachte. Die medizinischen Geräte, die Philips produziert, könnte der Konzern bald selber brauchen, meinte ein Analyst ironisch.