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Arbeitslosigkeit in Eurozone auf Rekordstand - Ausnahme Deutschland

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Arbeitslosigkeit in Eurozone auf Rekordstand - Ausnahme Deutschland

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Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist infolge der Krise auf den höchsten Stand seit 13 Jahren geklettert. Das teilte die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mit. Im Dezember erreichte die Erwerbslosenquote saisonbereinigt 10,4 Prozent, das waren 16,5 Millionen Menschen.

Für Griechenland wurden 19,2 Prozent ausgewiesen, für Spanien sogar 22,9 Prozent. Hier ist jeder Zweite unter 25 Jahren arbeitslos. “Ich möchte nach Amerika auswandern”, sagt ein Mann in einer Schlange vor einem madrider Arbeitsamt. “In Spanien gibt es keine Jobs, nirgendwo. In meiner Familie hat niemand mehr Arbeit.”

Neben Österreich, Luxemburg und den Niederlanden hat vor allem Deutschland eine niedrige Arbeitslosenquote, sie liegt saisonbereinigt bei 6,8 Prozent. Auch die Januar-Zahlen waren ungewöhnlich robust, trotz des Winters mit seinen jahreszeitlichen Schwierigkeiten.

Die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen macht daher ein ganz anderes Problem aus.

“Der starke Aufschwung wirkt sich immer noch aus auf der einen Seite, andererseits sieht man auch ganz gut ganz unabhängig von Branche oder Region, dass die Unternehmen Schwierigkeiten haben, offene Stellen dann auch passgenau zu besetzen.”

Die Auftragsbücher der Unternehmen seien voll, so die deutsche Bundesgantur für Arbeit. Entsprechend groß sei der Bedarf der Firmen an zusätzlichen Arbeitskräften, wie die Rekordzahl an offenen Stellen im Januar zeige.