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Bahntrasse Lyon-Turin sorgt für Ärger

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Bahntrasse Lyon-Turin sorgt für Ärger

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Ein Abkommen über eine acht Milliarden Euro teure Superschnellzugtrasse haben der französische Verkehrsminister Thierry Mariani und der italienische Vize-Infrastrukturminister Mario Ciaccia in Rom unterzeichnet. Die Strecke soll die französische Stadt Lyon mit Turin in Italien verbinden.
 
Doch gegen das Projekt formiert sich seit Jahren der Widerstand, vor allem auf italienischer Seite.
 
Mario Ciaccia verteidigt sich: “Die Demonstranten haben keine Ahnung. Sie haben ein begrenztes Verständnis von Wachstum und Entwicklung.”
 
Die Umweltbelastung für das Susatal sei verheerend, argumentieren die Aktivisten der Bewegung “No TAV”. Auch weisen sie daraufhin, dass es bereits eine Bahntrasse durch das Susatal gibt. Manche gehen sogar so weit und sagen, dass die Millionen von der EU für das neue Projekt ohnehin in den Taschen der Politiker und … der Mafia verschwinden würden.
 
In Rom heißt es, man wolle den Autoverkehr vermindern und den Bahnkorridor Lissabon-Kiew schließen.
 
Kernstück wird ein 57 Kilometer langer Basistunnel sein mit Stationen auf italienischer und französischer Seite. Die Arbeiten haben schon begonnen.